Als ich mit Romy in der 15. Woche schwanger war, kam per Post von meiner Familie aus Ingolstadt ein Paket. Auf einem ca. 3 Meter langen Geschenkband waren im Abstand von wenigen Zentimetern 25 hübsch verpackte Geschenke angebracht. Im Begleitbrief stand folgendes:
"Liebe Schwester,
bei meiner Schwangerschaft habe ich von Euch immer wieder nette Kleinigkeiten bekommen. Weil Du so weit weg von uns bist, haben wir alle Kleinigkeiten auf einmal besorgt, verpackt und die so eine Art Adventskalender für die Schwangerschaft gebastelt. Pro Woche darfst Du ein Geschenk öffnen"
Es waren Söckchen, eine Babybürste, ein Fläschchen, Kamm, Entchen, Bilderrahmen, Lätzchen und vieles mehr verpackt. Romy kam eine Woche zu früh...
Ich fand den Gedanken so etwas von süß. Und weil es ja nur Kleinigkeiten waren, galt dieser blöde abergläubische Brauch "Keine Käufe vor der Geburt" nicht mehr.
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