Mit 38 Jahren machte mich meine biologische Uhr darauf aufmerksam, daß irgend etwas in mir ganz dringend raus möchte.....ein Baby!
Meine Erlebnisse, die sich seit dieser Erkenntnis gesammelt haben, die "Aha-warum nicht gleich so"-Erfahrungen, die ich seitdem gewonnen habe und vorallem die Liebe zum Kind möchte ich hier in Tagebuchform (Blog läßt grüßen) veröffentlichen.
Zum Nach machen, zum Besser machen, zum Anders machen
Es ist so weit, ich gehe wieder nach Frankfurt arbeiten. Zu Hause Arbeiten hat nicht geklappt. Erstens hatte ich kaum Kontrakt zu den Kollegen, zweitens hat Romy immer geschrien, wenn ich mich nur der Tastatur des PCs genähert habe.
Also fahre ich wieder in die Arbeit. Ich verlasse morgens um 5 Uhr das Haus und vormittags um 10:30 Uhr wieder. Dann geht Papa in die Arbeit.
Heute hatte Papa die erste Baby-Schicht. Romy ist vormittags viel wach und etwas knorzelig. Als ich nach Hause komme, denkt sie nur an Essen und schläft ein.
Am Abend merkt man ihr das ungewohnte an: sie ist weinerlich, nichts kann sie trösten. Und das, obwohl ich ja jetzt da bin.
Ich habe mir meine Welt ja so ausgesucht. Ich wußte von vornherein, wenn ich ein Baby bekomme, muß ich auch nach kurzer Pause von 6 Wochen wieder arbeiten. Als Freiberufler bekommt man nun mal kein Geld, wenn man nicht arbeitet. Somit versuche ich langsam wieder einzusteigen.
Ich habe mir extra ein Projekt gesucht, bei dem ich von zu Hause aus arbeiten kann. Aber es ist von Anfang an stressig. Romy fängt an zu schreien, wenn sie mich an der Tastatur des Computers sieht.
Und technische Probelme gibt es auch, weil die Verbindung zum Netz meines Auftraggebers nicht immer klappt.
Ruhe bewahren.
Vor der Geburt hatte ich mal ganz kurz daran gedacht, aber jetzt ist es zu spät. Ich habe vergessen im Krankenhaus zu fragen: wer bewahrt die wertvollen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut auf? Ich kam darauf, weil meine Mutter an Multiple Sklerose leidet und ständig verfolgt, wie weit die Forschung mit den Stammzellen aus Erwachsenen ist - nicht die von Embryonen!!!
Ich hätte es auch schön gefunden, wenn von Romy das Nabelschnurblut aufbewahrt worden wäre, dachte aber, es wäre zu kompliziert. Es gibt wohl aber inzwischen sogenannte Nabelschnurblut-Banken, die sich darum kümmern, wie ww.vita34.de
Nach der Geburt von Romy habe ich mich um Erziehungsgeld bemüht..
Man hat uns 3x den Antrag auf Erziehungsgeld zurückgeschickt, weil wir Kleinigkeiten vergessen hatten anzugeben.
Wenn man gleich von Anfang an nachgesehen hätte, daß unsere Einkünfte sowieso zu hoch waren für Erziehungsgeld, hätten wir uns eine Menge Formularausfüllerei und Behörden-Rennerei gespaart.
"Das Einkommen liegt über der Ausschlussgrenze für den Regelbetrag in den ersten sechs Lebensmonaten des Kindes. Daher ist die Gewährung von Erziehungsgeld bereits ab Geburt ausgeschlossen: "
Ärgerlich!!!
Schön finde ich diesen Erziehungsrechner für Bundeserziehungsgeld, Stand 2006 oder auch den hier: www.bmfsfj.de (Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
Erst mal muß Papa ran, es ist mir unheimlich, so ein glitschiges und kleines Baby im Wasser fest zu halten.
Wir haben natürlich eine Babybadewanne gekauft, aber das fand nur Romy prickelnd. Erst Wanne anschleppen, Baby baden, immer mit der Angst, daß es mir entgleitet, dann ausleeren und wegräumen.
Dann habe ich von meiner Schwester den Tipp bekommen, mir eine Duschmatte (sogar mit Kopfstütze) zu kaufen, gibt es zum Beispiel in den Baumärkten in der Sanitätsabteilung.
Die haben wir in unser großes Waschbecken oder die Badewanne gelegt und Romy nur noch abgebraust.
Und zum Spaß haben wir zu zweit in der Badewanne gebadet oder sind ins Hallenbad.
Mein Kind macht, wenn ich es Stille ein Gesicht, als wenn ich nur Zitronensaft an sie geben würde. Besonders nachmittags um 16 Uhr ist sie völlig unzufrieden mit meiner Leistung.
Und es kommt dazu, daß ich jetzt vormittags wieder berufstägit bin. Alle, sprich Tagesmutter bzw. betreuende Oma und betreuender Papa reden mir "gut" zu, ich soll dem Kind doch nur noch die Flasche geben.
Was für eine Vorstellung für die armen Betreuer. Ich in der Arbeit, Kind hungrig...da ist es doch viel einfacher, schnell eine Flasche zu machen.
Also lasse ich mich überreden, abzustillen. Ich habe es noch ca. 1 Jahr sehr bereut. Nicht weil es Romy geschadet hätte. Nein, mir hat es geschadet. Und jetzt weiß ich ja, daß es auch anders geht:
Romy ist auf den Tag genau einen Monat alt. Der Dr. hat folgende Dinge geprüft und untersucht, ich gebe es mal mit meinen Eindrücken wieder:
- die Augen und Ohren gesehen
- Ultraschall an der Hüfte gemacht
- Romy an den Füßen hoch gehalten bzw. an einem Arm und einem Bein
- Reflexe geprüft (Fechter)
- sie bewußt erschreckt ("fallen gelassen")
- ihr Herz abgehört
- Lebertran gegeben (Vitamin K)
- sie gemessen und gewogen (Gr. 52cm, 35cm Kopfumfang, 3740 g)
Romy hat das alles mit großen Augen mitgemacht, etwas erschreckt und scheu, aber es hat geklappt.
Heute habe ich Romy gekrazt, als ich ihr die Mütze aufgesetzt habe. Meine Milch stand auch nicht zur Verfügung, als Romy schrie, die Ausfahrt im Kinderwagen war holprig und auch so für sie ätzend, die Mütze fand sie zum Schreien.
Und ab sofort schreit Romy sofort eine stufe lauter. Sie ist täglich 2x 3h wach und will unterhalten werden, sonst weint sie. Aber wir kuscheln viel, und das findet sie gut ;)
Schade, zur Zeit fällt mir keine Mutter in der näheren Umgebung ein, mit der ich spazieren gehen oder mit der ich mich etwas austauschen könnte.
Sie muß nur lächeln und er schmilzt dahin...

Die Hebamme hatte mir den Tipp schon vorsorglich gegeben. "Wenn Ihr Kind schlecht atmen kann durch eine verstopfte Nase lösen Sie das ganze, indem Sie Muttermilch (oder Wasser) ind die Nase spritzen".
Es war Samstag, später Nachmittag. Romy hat ihren ersten Schnupfen. Und dicke Popel in der Nase. Sie schreit. Bekommt Angst, weil sie immer weniger Luft bekommt. Und weil sie schreit, bekommt sie auch immer weniger Luft. Ein Kreislauf. Sie bekommt Panik, ich auch. Bei so einer kleinen Nase kommt man ja auch nicht so einfach dran.
Also rief ich in Panik die Hebamme an, aber die, wenig Lust, sagte nur "Ich hab es Ihnen doch schon erklärt, Muttermilch spritzen" und legt auf.
Muttermilch in die Nase spritzen, nicht so einfach bei einem schreienden und sich windenden Kind.
Aber es hilft. Ebenso kann man einfach Wasser aus der Leitung nehmen.
Aber diese Hebamme, die würd ich nie wieder nehmen
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