Am Abend des 05. Dezember überrede ich Romy, einen ihrer Gummistiefel vor die Terassentür zu stellen.
Der Nikolaus-Tag ist ein Arbeitstag für mich. Ich hatte mir vorgenommen, ihr morgens den Stiefel zu füllen und wenn sie dann mit Papa aufsteht und vor die Tür guckt, hat sie eine wunderschöne Überraschung.
Pustekuchen.
Ich habe es vergessen. Nach dem Aufstehen bin ich in die tägliche Routine verfallen. Anziehen, Frühstück packen und fahren. An Romy's Nikolaus habe ich erst gedacht, als ich schon viele Kilometer weiter an meinem Arbeitsplatz war.
Und dann war es auch schon zu spät für eine Warnung an Papa. Der stand mit seiner erwartungsfrohen Schnecke an der Glastür ... und beide sahen nur den leeren Gummistiefel!
Oh Mutter!
Ich habe mich so geschämt, geärgert, ich hatte massenhaft Adrenalin im Blut. Wie kann ich das nur gut machen.
Idee: ich sprinte nach der Arbeit heim. Hänge das Geschenk auf der Terasse an das andere Ende. Hole Romy vom Kindergarten. Prüfe mit ihr nochmal die Terasse....ja!
Romy hat ihren gefüllten Stiefel gefunden. Ich erkläre ihr, daß der Nikolaus bestimmt pünktlich war, sie morgens im Dunkeln aber das Geschenk nicht finden konnten.
Pfui Mama!
