Wir haben es geschafft ...
Das was Romy heute morgen echt geärgert hat, war, daß ich ihr nichts zu trinken geben wollte.
Heute morgen um 7:30 sind wir im ambulanten OP-Zentrum einglaufen. Wartezimmer. Nach kurzer Zeit schon wurden wir gerufen. In einem kleinen Raum konnte ich meinen Korb abstellen und Romy ihre Schuhe und Hose ausziehen. Dann habe ich blaue Plastik-Überzieher für meine Schuhe bekommen. Einmal kurz geklopft, Romy fragt noch, ob sie auch in den Raum mit darf. Ab in den Einschlaf-Raum.
Romy sollte auf eine Liege klettern, wurde gefragt, ob sie gepiekst werden möchte. Nein, danke. Da hat die Narkoseärztin eine passende Maske gewählt und bevor Romy wußte, was ihr geschah, war sie eingeschlafen. Auch wenn man ihr kurz noch ansehen konnte, wie schlecht die Luft doch roch, die sie wegpusten sollte.
Ich wurde weggeschickt.
Warten.
Man sagte mir, daß man mir Romy erst dann ins Aufwachzimmer bringt, wenn sie vollständig aufgewacht ist. Bei ihr dauerte das eine Stunde.
Als man sie dann brachte, war sie knorzelig. Sie fummelte sich sofort die Kanüle raus, mehr oder weniger, ohne zu sehen, was sie tat. Daß die Stelle am Arm blutete, merkte ich nur daran, daß das dunkelblaue T-Shirt in der Armbeuge schwarz wurde und etwas auf dem Kissenbezug auftauchte. Sie will etwas zu trinken. "Sofort". Eine Stunde mußte ich sie abhalten. Der schlechte Geschmack im Mund war wohl echt gruselig. "Ich will ne neue Mama, die mir zu Trinken gibt".
Leichtes Bluten aus der Nase. Schwester... nein, nicht schlimm, ganz normal.
Als die Stunde fast um war, war sie aber nahe am Einschlafen. Zwei Schluck Wasser ... "Nein, ich will Saft" - böse Mama! Nein, Saft sollte ich ihr nicht geben. Damit sie nicht bricht.
Dann ein kleines Eis, endlich, der schlechte Geschmack war wohl zum Großteil weg. Schlafen. Der Narkose-Chef kommt vorbei ... nachsehen ... alles in Ordnung.
Romy schläft seitlich auf ihrem linken Ohr. Leichtes Bluten aus den Ohren, sie hat ja auch Röhrchen bekommen. Schwester... nein, nicht schlimm, ganz normal.
Unser Doc, der auch operiert hat, kam vorbei. Romy schlief selig. Polypen in 1-Euro-Größe, Wasser in den Gängen mit den Gehörknöchelchen.
Um 12:15 Uhr durften wir nach einer Abschlußvisite gehen. Mir Tapferkeitsurkunde, Namenssticker und einem kleinen Geschenk: Gummi für Gummitwist.
Heute nachmittag fiel ihr noch das Schlucken schwer, aber 1 Würstchen und etwas Kartoffelbrei gingen problemlos weg. Basteln. Faul sein. Etwas blass ist sie noch. Wir werden früh schlafen gehn.
Geschafft!
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