Sven, der Papa von Maya, grübelt über kindgerechtes Wohnen. Ich kenne das sehr gut! Meine Schwester hat vor mir zwei Kinder bekommen und ich war damals sehr erstaunt, wie mein Schwager es geschafft, daß seine Plattensammlung bzw. die Gitarre oder andere Kleinigkeiten vor den Kindern sicher waren, ohne daß sie weggeräumt wurden. "Ganz einfach" meinte er, "ich sag denen, daß sie da nicht dran dürfen". Und ... es hat geklappt.
Im Großen und Ganzen habe ich es ähnlich gemacht. Klar, Treppenab- und aufgänge haben wir mit Gittern zugemacht, ebenso unsere Wendeltreppe. Aber wir haben 150m² Wohnfläche und 150m² Wohnfläche über 3 Ebenen.
Im Computerladen liegen Kabel, Schrauben und Kleinkram ohne Ende durch die Gegend und auch in unseren (fast Tür-losen) Wohnräumen gibt es viele interessante Dinge für krabbelnde Babys. Wir mussten da also mit geringstmöglichem Aufwand durch, ohne Zwischenstockwerke einzuziehen. Also habe ich nur unwichtiges Papier, Ordner und ähnliches in bodennahen Regalen untergebracht, der Rest blieb überwiegend, wie er war. Kindersicherung von Schränken halfen nicht, Romy hatte jeweils schnell raus, wie man etwas öffnet. Und so durfte sie in der Küche an die Töpfe, und viele Sachen hat sie einfach kräftemässig gar nicht aufbekommen.
Rückblickend bin ich erstaunt, daß das alles so problemlos geklappt hat. Ihr Papa hatte ihr sogar ein aussortiertes offenes PC-Gehäuse (ohne scharfe Kanten) spendiert, an dem sie sich austoben konnte.
Also, ich kann meinem Schwager durchaus zustimmen: man kann Kindern klarmachen, von welchen Dingen sich Krabbelkinder fern halten müssen. Bedingung ist allerdings, daß man als Erwachsener sich die Zeit nehmen und dabei sein muß!! Aber das muß man ja eh, das gehört zum Elterndasein ;)
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