

Halb Wetzlar ist auf den Beinen und schaut, was los ist. Kein Wunder, Buderus Edelstahl ist einer der größeren Arbeitgeber der Region.
Das wandelnde Lexikon sagt: 1990 beim letzten Brand konnte man die Produktion erst 3-4 Monate später wieder aufnehmen.
Hoffentlich ist niemand verletzt ... So, mal sehen, was die Medien zu berichten wissen, die Infos von mir sind natürlich ohne Gewähr!
Wir wohnen 5km Luftlinie entfernt, und die Rauchwolken sind gigantisch!

Wie oft bin ich schon darauf angesprochen worden ... auf dem Spielplatz ... in der Krabbelgruppe damals. "Du arbeitest? Nein, ich möchte für meine Kinder da sein, vor allem die ersten 3 Jahre". Toll. Welche Mutter möchte das nicht. Das klingt so, als wenn wir "anderen" aus Eigensucht oder Spaß unsere Kinder in die Kita, den Kindergarten, den Hort "stecken". Welche arbeitende Mutter hat es sich nicht schon mal gewünscht, Vollzeit für den Nachwuchs da zu sein?
Nein, man geht arbeiten. Aus verschiedensten Gründen. Hat die "Sache" meist auch gut im Griff. Das Netzwerk ist stabil, gleichgesinnte Mütter springen ein, wenn Betreuungsnot an Frau ist. Standard. Meist gut geregelt bzw ein Thema für sich.
Aber dann machen Bakterien und Viren Attentate auf den geregelten Alltag der arbeitenden Frau. Die erste Krankheit im Jahr, kein Thema, jeder hat Verständnis.
Dann aber 4 Wochen später die nächste Attacke. Schade, ja, sehr Schade, dass man schon wieder ausfällt, aber der Chef sieht ein, dass ein Kind ein Recht auf "Kranksein mit Mami hat".
Man ist ja flexibel, wenn der Mann kann, wechselt man sich ab, springt mal kurz in die Arbeit, um das Wichtigste weg zu bekommen. Von dem was alleinerziehende Mütter hier zu stemmen haben, gar nicht zu reden.
Aber dann fällt man langsam auf: die dritten Fiebertage des Kindes innerhalb eines Jahres haben sich angesagt. Gar nicht zu reden von Müttern, die mehr als ein Kind haben. Auch wenn 10 Tage pro Jahr als Kranken-Auszeit genommen werden können ... das Verständnis hört meist auf, wenn man mutig ist und mehr als ein Kind hat.
Aber selbst bei nur einem Kind ist die Geduld vom Chef meist nun erschöpft. Und ein krankes Kind will/kann/soll ja auch nicht einfach an die Tagesmutter weitergereicht werden ... spätestens hier kommt vom Arbeitgeber nur noch ein müdes Aha (und für die Mutter das "ich bin unten durch"-Gefühl).
Verständnis, ja kein Thema ... aber das war es dann meist auch schon. Was ich mir wünsche? Ein Kind hat im Krankheitsfall ein Recht auf seine Mutter ... es wäre schön, wenn eine Mutter ohne schlechtes Gewissen und finanzielle Ausfälle das Recht hätte, wenigstens im Krankheitsfall für das Kind da zu sein! Nur ein Traum??
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