Wie oft bin ich schon darauf angesprochen worden ... auf dem Spielplatz ... in der Krabbelgruppe damals. "Du arbeitest? Nein, ich möchte für meine Kinder da sein, vor allem die ersten 3 Jahre". Toll. Welche Mutter möchte das nicht. Das klingt so, als wenn wir "anderen" aus Eigensucht oder Spaß unsere Kinder in die Kita, den Kindergarten, den Hort "stecken". Welche arbeitende Mutter hat es sich nicht schon mal gewünscht, Vollzeit für den Nachwuchs da zu sein?
Nein, man geht arbeiten. Aus verschiedensten Gründen. Hat die "Sache" meist auch gut im Griff. Das Netzwerk ist stabil, gleichgesinnte Mütter springen ein, wenn Betreuungsnot an Frau ist. Standard. Meist gut geregelt bzw ein Thema für sich.
Aber dann machen Bakterien und Viren Attentate auf den geregelten Alltag der arbeitenden Frau. Die erste Krankheit im Jahr, kein Thema, jeder hat Verständnis.
Dann aber 4 Wochen später die nächste Attacke. Schade, ja, sehr Schade, dass man schon wieder ausfällt, aber der Chef sieht ein, dass ein Kind ein Recht auf "Kranksein mit Mami hat".
Man ist ja flexibel, wenn der Mann kann, wechselt man sich ab, springt mal kurz in die Arbeit, um das Wichtigste weg zu bekommen. Von dem was alleinerziehende Mütter hier zu stemmen haben, gar nicht zu reden.
Aber dann fällt man langsam auf: die dritten Fiebertage des Kindes innerhalb eines Jahres haben sich angesagt. Gar nicht zu reden von Müttern, die mehr als ein Kind haben. Auch wenn 10 Tage pro Jahr als Kranken-Auszeit genommen werden können ... das Verständnis hört meist auf, wenn man mutig ist und mehr als ein Kind hat.
Aber selbst bei nur einem Kind ist die Geduld vom Chef meist nun erschöpft. Und ein krankes Kind will/kann/soll ja auch nicht einfach an die Tagesmutter weitergereicht werden ... spätestens hier kommt vom Arbeitgeber nur noch ein müdes Aha (und für die Mutter das "ich bin unten durch"-Gefühl).
Verständnis, ja kein Thema ... aber das war es dann meist auch schon. Was ich mir wünsche? Ein Kind hat im Krankheitsfall ein Recht auf seine Mutter ... es wäre schön, wenn eine Mutter ohne schlechtes Gewissen und finanzielle Ausfälle das Recht hätte, wenigstens im Krankheitsfall für das Kind da zu sein! Nur ein Traum??
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Folgende Kommentare wurden zu diesem Beitrag geschrieben:
Ein Recht auf seine Mutter oder seinen Vater, das sollte selbstverstaendlich sein.
Ist es leider nicht.
Frag mich nur, die Damen und Herren die in den Chefetagen sitzen, haben die alle keine Kinder?
Echt bitter das Ganze und dann schreien sie alle laut, warum denn keiner einen Stall von Kindern bekommt.
Eines ist ja kaum zu managen, wenn nun mal beide arbeiten wollen/muessen.
Geschrieben von Annette am 15.05.07 14:57
Ja, leider nur ein Traum....und als ich den ausgetraeumt hatte, hab ich meine Arbeit an den Nagel gehaengt. Nicht einfach, aber in unserem Falle machbar und ich hab bis dato noch nicht ueber die Schulter geguckt. Ich hatte eine suuper TaMu, aber auch die hat kein Kind mit hohem Fieber oder Magen-Darm-Virus genommen, und ich hab davon so einige in meinen 8 Jahren "Kinder+Ganztagsjob" jonglieren muessen. Und ob dieser Traum jemals wahr werden wird, fuer die vielen arbeitenden Muetter und auch Vaeter in Europa und auch sonst? I really don't think so :o(
@ Annette
Die Damen und Herren in der Chefetage koennen sich entweder ohne Probleme leisten das ein Elternteil zuhause ist ODER haben eine Nanny, die dann eh Mutter- und Vaterersatz ist, da "Chefetagen-Eltern" meist so frueh aus dem Haus gehen und so spaet wieder heimkommen, das die Kinder die Nanny mehr brauchen als die Eltern, von daher also nicht so das grosse Problem. So geht's hier zumindest ab...aber ob's in DE so viel anders ist?
Geschrieben von Anydream am 16.05.07 23:40
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