bricht Annette bei ihren Erfahrungen im Job. Mir fällt dabei auch gleich einiges ein ...Aufgewachsen in Bayern hat man bei uns Zuhause auch mehr Hochdeutsch als Bayerisch gesprochen, mir hört man das heute nicht mehr an, aber der erste Kontakt zu den hessischen, plattsprechenden Menschen, war sprachlich ein Erlebnis!
Als ich 1989 6 Monate für einen Programmierauftrag nach Wetzlar ging, wußte ich nicht, daß ich hier hängen bleibe. Auch wußte ich nicht, daß ich mich sprachlich ins Ausland begeben hatte, den mit Platt hatte ich bis dato noch nie zu tun.
Mutig wie ich damals schon war, habe ich Haus ein gekauft und einen Computerladen eröffnet. Dort traf mich dann die neue Fremdsprache mit voller Wucht. Ich war nach einigen Jahren ganz stolz, daß ich einen alten Opa ohne Dolmetscher verstanden habe ... auch wenn ich ihm hochdeutsch antworten mußte! Bei den Fußballern brauche ich aber immer noch hin und wieder den BESTENALLERMÄNNER als Übersetzer ... Renneroder Platt verstehe ich immer noch nicht so ganz! Außerdem bin ich ganz sicher, daß die Vorfahren der Texaner aus dem Westerwald kamen, so wie die das "ERRRRR" rollen (Hitrabrett = Tablett)
Töchterchen wächst hochdeutsch auf, das hiesige Platt können weder Vater noch Mutter ihr beibringen. Und während der letzten Fahrt in ihre zweite Heimat Ingolstadt hat sie mich gefragt, warum wir nicht auch so sprechen wie meine Familie ...
Ömpf, ja, ich spreche bayerisch nur, wenn ich unter anderen Bayern bin, und wenn man mich in die Schweiz verpflanzen würde, würde ich mich wahrscheinlich bald nur noch in Schweizerdeutsch unterhalten. Ich passe mich also der Umgebung an. Schade, daß das bisher bei mir nicht mit französich geklappt hat!
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