Ich dachte ja, wir hätten das Fieber überstanden, aber heute Mittag hatte Romy den dritten Tag Fieber über 39° ... sie war wieder auf 39,2°.
Bis dahin hatte ich ja die Hoffnung, wir könnten auf das Antibiotika verzichten, aber alles Fieber-Leiden war umsonst. Jetzt geht es nicht mehr anders. Also ran an das übliche Drama. "Nein, meine Medizin nehme ich nicht".
Ablauf der "Nicht-Einnahme"
- ich sage Romy, daß sie Medizin nehmen muß
- "Nein, das mache ich nicht. Punkt!"
- Ich erkläre geduldig, Papi nicht ganz so geduldig ;)
- "Nein"
- Ich bereite das Medikament vor und halte ihr den Löffel hin, sie kann mit dem Finger probieren
- "Nein, das schmeckt wie Gift"
- Weitere Erklärungen und "Wenn-Dann-Drohungen"
- Nach 20 Minuten Reden geben wir auf und zwingen sie (Mund auf und rein damit)
- Das übliche Ergebnis: Romy spuckt fast alles wieder aus (ist bei Antibiotika ganz toll, da ja die Mengenangaben befolgt werden müssen)
Ich gebe auf, packe Romy, die Medikamente und das Krankenkassenkärtchen und fahre zum ambulanten Notfallzentrum. Man hört sich die Geschichte an, ungläubiges Staunen. Auch bei dem Arzt verweigert Romy die Einnahme, und auch er zwingt sie sanft und bringt etwas Medizin in sie. Auch hier spuckt sie einiges wieder aus. Er ist der (richtigen) Ansicht, daß ich mit Strenge und Erziehung sie dazu bringen muß, ihre Medizin zu nehmen. Es stimmt ja, in die Steckdose darf sie ja auch nicht langen. Er wird uns sicher in Erinnerung behalten. Und morgen werde ich es mit Konsequenz und Strenge versuchen ... mal sehen, ob mir noch irgend eine unterschiedliche Art der Handhabung einfällt.
Eine Lehre habe ich gezogen: ....
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