Ich empfehle, zwei Bänder mit unterschiedlichen Farben (bspw. Geschenkbänder) zusammen zu binden. So kann das Kind besser sehen, wenn es Schleifebinden übt, welcher Faden von welcher Seite kommt. Anbringen kann man das hervorragend an einem Treppengeländer ...
Da ich bei diesem Wetter gezwungen war, alles im Haus zu organisieren habe ich mich vorher schon mal im Internet schlau gemacht, was man mit 3 wilden Jungs und 8 gar nicht zickigen Mädchen alles so spielen kann. Sehr geholfen haben mir die Seiten von kindergeburtstag-spiele.de. Hier habe ich mir schon vor einigen Tagen 15 mögliche Spiele rausgesucht und ausgedruckt. Und dann auch vorbereitet.
Besonders gut angekommen sind
- Lustiges "Schnecken"essen mit Würfeln, Süßigkeiten und Nieten
- Süßigkeiten-Memory (für jedes Kind 2 gleiche Süßigkeiten. alle versteckt unter Servietten)
- Tanzspiel mit plötzlichem Stop - wer wackelt hat verloren
- Leintuch-Spiel, bei dem alle ein großes Tuch am Rand festhalten und gemeinsam versuchen, eine Murmel durch einen Klopapier-Ring zu kullern
Gebastelt haben wir folgendes: bunte Bildchen aus Zeitschriften ausschneiden (Ostermotiv aus Werbungen), auf einen DinA4-Karton kleben und durch das Lameniergerät jagen...fertig ist daß ganz persönliche Platz-Deckchen für den Eßtisch...sogar Bastelmuffel haben eins fertig gebracht ;-))
Heute ist Romy's fünfter Geburtstag. Sie hatte schon mit mir vor 20 Tagen angefangen, rückwärts jeden Tag abzuhaken, bis endlich zum heutigen Tag!
Zum Feiern hatten wir uns 10 Kinder eingleaden....oh Mutter, wie bist Du doch mutig. Aber es ist geschafft. Dank meiner Schwester Ingrid und meinem Schatz Walter haben wir den Nachmittag klasse hinter uns gebracht mit vielen Spielen, Eis und Leberkäsbrötchen.
Puh, und jetz bin ich genauso fertig wie mein Geburtstagskind, das schon leise schnarcht...ein Jahr Ruhe bis zur nächsten Fete!!!

Für Romy's Hexe sollte ich ihr ein Spinnennetz auf das Gesicht malen. Da ich ungefragt losgelegt habe darf ich mich auch nicht wundern, daß ich es wieder abmachen mußte, es hat nicht ihren Vorstellungen entsprochen...und das morgens um 8 Uhr
Ihre Vorstellung

Meine Vorschlag

Heute ist zwar Rosenmontag, aber Fasching war nur vormittags im Kindergarten angesagt. Nachmittags wollte sie was anderes machen.
Ich bastle eigentlich gerne - und Romy wiederum sieht gern die Bastelsendungen im Fernsehen wie Art Attack oder Finger Tipps. Aber das ist für mich ..... urghhhh. Sie sieht das, was dort gemacht wird, Beni sagt dann noch zum Abschluß "und jetzt holt Eure Bastelsachen raus und los geht's".
Sie sieht also was - und das muß sofort umgesetzt werden. Jetzt haben wir schon abgemacht, daß nur noch gebastelt wird, wenn es Tageslicht gibt und nicht morgens um 6 Uhr oder abends um 19 Uhr. Schön...aber ich muß 90% machen und Romy assistiert. Nein, das ist eigentlich gar nicht so. Aber still zu halten, wenn etwas schief und schepp geklebt, geschnitten wird, irgend etwas nicht so perfekt ist, wie man es als Erwachsener eigentlich gerne hätte.
Die Kunst ist es, dann still zu sein, zu sagen "Du machst das ganz klasse" und sich selbst zurück zu nehmen.
Vorgestern war es das Schwert durch den Kopf und die Gruselhand, alles aus Pappmaché ....heute war es eine gebastelte Minimülltonne, alles aus Pappe, verkleidet mit Alufolie.
Aber sie wird natürlich bei jedem Projekt besser und es freut mich, wenn sie was "kreatives" macht. Also, was soll's ;-)) ich bastel gerne!

Romy hat sich in ihren Pferdeschwanz kunstvoll zwei Haargummies eingearbeitet. Und das will sie jetzt im Spiegel ansehen, mit einem zweiten Spiegel.
Ich frage, ob sie das schon kann und sie, ganz keck, "ja, was denkst Du denn"
Traue keinem Hausfrauentipp, bevor Du nicht selbst reingefallen bist. Folgendes hatte ich gelesen:
"Vor dem Backen eines Kuchen stecken Sie Makkaroni-Nudeln als Kamin in den Teig, hierdurch kann die heiße Luft entweichen und der Kuchen bekommt eine schöne glatte Unterfläche".
Tja, beim ersten Versuch ist der Kuchen (Gugelhupf-Form) trotzdem aufgebrochen....und heute beim zweiten Versuch sind die Nudeln versunken!!!!!
Wir können ja ein Spiel daraus machen: wer die Nudeln im Kuchen findet, ist der heutige Glückspilz. Gut daß es gleich 4 Nudeln waren, die ich reingesteckt habe ;-))
2001
Das erste offizielle Schwimmen gehen wir in einem Baby-Schwimm-Kurs mit sechs Monaten. Ich habe mich nicht getraut, sie einfach ins Wasser zu werfen und zu gucken, ob sie diesen Baby-Schwimm-Reflex hat
Trotz vieler Erkältungen waren wir bei 5 Baby-Schwimm-Kursen dabei. Hier wurden die Babys im Wasser geschwenkt, es wurde uns gezeigt, wie wir sie unter den Armen halten und auf dem Bauch übers Wasser schweben lassen können, gesungen, geplanscht, mit Bällen und Entchen gespielt
Bis zu 3 Jahren waren wir regelmäßig mindestens 1-2 mal im Monat im Schwimmbad. Dort hat sie im Babybecken geplanscht und mit ihren runden Schwimmflügeln aus dem Baby-Schwimm-Kurs im tiefen Wasser gepaddelt
2004
Bis dahin war es schwierig, ihren Kopf unter Wasser zu bekommen und sei es nur zum Haarewaschen
Mit 3 Jahren hat ihr die 5-jährige Freundin Linda in der Badewanne gezeigt, wie man mit dem Kopf unter Wasser geht und taucht
Ab jetzt sind wir meistens ohne Schwimmflügel im Schwimmbad, eher mit der Nudel
Im Freibad wurde dann getestet: Kopf bis zur Nase unter Wasser, dann bis zu den Augenbrauen. Zwei Tage später ging sie das erste mal mit dem ganzen Kopf unter Wasser und hat sich gleich mit den Armen tauchend durch meine Beine gehangelt
Ich bin immer im Wasser bei ihr. Andere Eltern genießen ihre freie Zeit im Schwimmbad, die sie haben, wenn sie ihre Kinder mit Schwimmflügel ins Wasser schicken.
Am Ende des Sommers konnte sie sehr gut im dem Kopf unter Wasser tauchen und die ersten Schwimmstöße mit den Armen machen
Im Winter hat sie weiter geübt: Kopf unter Wasser, die Schwimmbewegung gleicht eher die eines Hundes: mit den Armen klappt es ganz gut, die Füße waren eher zum Schieben da
2005
Ab jetzt wollte sie nicht mehr Tauchen, jetzt wollte sie mit dem Kopf über Wasser schwimmen. Die Koordination von Füßen und Beinen klappt überhaupt nicht, mir wäre lieber, sie würde wieder Tauchen, da kann ich wenigstens Erfolge sehen, aber sie will den Kopf über Wasser haben
Wir sind oft beim Schwimmen, versuchen auch einen Schwimmkurs, aber Romy ist zu schüchtern, um das zu tun, was ihr die Frau sagt. Und das, obwohl ich bei ihr bin. Sie will nicht
Papa und ich zeigen ihr immer wieder, wie sie die Beine bewegen muß, und es wird besser
Im Urlaub Ende August/Anfang September 2005 wird es besser. Sie übt im Meer, sie übt im Pool, aber immer mit Boden unter den Füßen
Und gestern war es so weit: sie ist zum ersten mal im tiefen Wasser, also richtig geschwommen. Es sieht noch lustig aus, weil sie immer nach oben zu mir guckt, aber sie schwimmt ohne Boden unter den Füßen
2006
Gestern waren wir im Schwimmbad. Romy schwimmt im Tiefen jetzt ganz problemlos bis zu 8 Züge. Der Bademeister hat es gesehen und kam zu uns. Staunend fragte er nach Romy's Alter. Tja, in ein paar Tagen wird sie fünf Jahre....da hat er aber gestaunt.
Romy hat bei Tante Christel eine wunderschöne Perücke entdeckt, die hätte sie am liebsten sofort behalten ;-))
Danke liebe Christel für das süße Foto

Klasse, ich habe eine neue Aufgabe. Jedesmal wenn Romy den Sandmann guckt muß ich am Schluß, kurz bevor er den Sand streut, schnell umschalten.
Damit sie vom Sand nicht getroffen wird. Weil ihr das ja schon mal passiert ist, und da ist sie dann mit total verklebten Augen am nächsten Morgen aufgewacht! Ih bäh!
Hi hi, süß. Jede Erklärung blieb zwecklos. Sie glaubt mir nicht!
Ich hatte Glück und habe für die Mini-Füßchen meiner Tochter Schlittschuhe im Schlussverkauf für den halben Preis bekommen (Größe 25-29). Da sie jetzt immer noch Gr 25 hat, sollte sie noch ein paar Jahre damit laufen können.
Und da wir ja auch mit den Rollerblades angefangen haben, kam sie ganz gut zurecht. Mehr zwar an meiner Hand, aber auch alleine. Übung macht den Meister, oder?
Freunde haben erzählt, daß es in Eislaufhallen für die Anfänger kleine Gestelle zum Schieben gibt, aber zur Zeit will auch kaum jemand in eine schneebedeckte Eislaufhalle, wenn der Weiher neben an zugefrofen ist.

Ich war wohl nicht so zu meiner Tochter, wie sie es gerne hätte. An diesem Tag habe ich in ihren Augen wohl alles falsch gemacht: sie durfte nicht länger fernsehen, die Süßigkeiten kamen weg. Böse Mama. Und wahrscheinlich war es noch irgend etwas, was ich nicht mitbekommen habe.
Plötzlich höre ich die Außentür klappen. Ich dachte, Romy ist auf dem Weg zu ihrem Papa, der draußen das Auto enteist. Pustekuchen, es klappt wieder, demonstrativ jede Tür. Papa ist ja auch schon weggefahren.
Jetzt bekomme ich erst mit, daß meine Tochter in der Winterjacke vor mir steht, aber nur mit Strumpfhose. Und sie weint. Sie sucht sich eine neue Mama!
Oh sie weint so bitterlich, ich muß ihr doch kräftig "auf die Füsse" getreten sein. Böse Mama. Und ich habe es gar nicht gemerkt. Jetzt heißt es trösten. Ich liebe mein Häschen doch! ;-))
Romy hat seit dem Sommer ständig Ohrenschmerzen. Wir waren bestimmt 3x bei Haus- und Ohrenarzt. Das Hauptproblem ist nach wie vor, daß Romy keine Medikamente nimmt. Zwingen, ja, das habe ich schon öfter gemacht. Das war der Rat des zweiten Hausarztes. Aber sich spuckt alles einfach wieder aus.
Zureden hilft auch nichts. Sie macht es nicht. Also hatte ich doch eine OP der Rachenmandeln (Polypen) in Erwägung gezogen. Ich hatte ja schon gewußt, daß sie schlecht hört, aber zur Zeit braucht sie beim Fernsehen 75% der Lautstärke, die möglich ist. Damit kann man sich nicht mehr mit ihr in einem Zimmer aufhalten. Mir platzen die Ohren.
Romy macht aber den totalen Terz beim Arzt. Sie schreit schon, bevor er kommt. Sie wehrt sicht beim nur in die Ohren gucken! Schlägt um sich. Der Ohrenarzt, der die OP machen soll, läßt sie mich auf dem Schoss zwangsfesthalten. Klasse. Und dabei hat sie bisher keine schlechten Erfahrungen mit Ärzten gemacht. Außer Impfungen (bis ins zweite Lebensjahr) hatte sie nie etwas.
Kurz vor der Voruntersuchung (Blutabnahme steht an!) hat Romy Magen-Darm-Probleme. Sie bricht die ganze Nacht. Mein Kind, das so etwas gar nicht kennt, in 5 Jahren 2x gebrochen hat. Die ganze Nacht.
Am nächsten Morgen kann sie wieder klasse hören. 10% der Lautstärke am Fernseher reichen. Erklärung: der Gang zwischen Ohr und Mund war mit den zu groß gewordenen Polypen immer wieder abgedeckt, dadurch verschleimt, es konnte keine Belüftung mehr statt finden. Durch das Brechen hat sich hier wohl ein Schleimpfropfen gelöst.
Wir gehen nochmal zum Hausarzt. Romy lässt ganz brav nachsehen (den kennt sie). Immer noch leicht entzündet, aber wir blasen die ambulante OP ab. Die Praxis ist glücklich, daß die Blutentnahme entfällt.
Jetzt warten wir erstmal ab, ob es damit erledigt ist.
Folgende Tipps habe ich für Brech-Nächte
- vorab schon mal Matratzen-Schutz kaufen, 3-4 Stück in kleine Größen (40x70cm)
- eine Plastikschüssel, z.B. im Bad aufbewahren
- Kuscheltiere rechtzeitig in Sicherheit bringen
- nach dem 2. Mal Betten-neu-überziehen auf große Handtücher umsteigen, falls möglich Microfaser, die halten die Flüssigkeit gut vom Bett fern
- nichts zu trinken und nichts zu essen geben während der akuten Brech-Phase, eher Mund ausspülen lassen
Am Morgen danach
- bei Bedarf leicht gezuckertes (abgekochtes) zimmerwarmes Wasser mit einer Priese Salz trinken lassen oder
- Kamillentee vorbereiten oder
- Rotbuschtee anbieten (den fand ich magenfreundlicher noch als Kamille)
- Saltzstangen und Zwieback in der Notreserve haben
- bei Bedarf den Kinderarzt oder Hausarzt fragen
Wie jedes Jahr kommt der 24. Dezember völlig überraschend. Will heißen, in letzter Minute fehlt mir noch ein Geschenk für Opa oder Oma, Tante Irmchen ...
Für solche Fälle habe ich immer zwei oder drei Bilderrahmen zu Hause. Und von Romy hatte ich auch rechtzeitig ein schönes Bild geschossen. Am zweiten Advent hatte ich ihr ein besonders hübsches Kleidchen für Weihnachten geschenkt und gleich ihr frisch gebadetes Aussehen für eine kleine Fotosession genutzt.
Jetzt nur noch das Bild ausdrucken und in den Rahmen. Schon ist ein schnelles Extra-Geschenk fertig.
Zur Zeit warten wir nicht nur auf das Christkind. Am 4. Advent heißt es Geduld haben, wenn man ohne Voranmeldung Essen geht.
Also spielt Romy auf meinem Rücken "Wer rät die richtige Anzahl Finger?". Sie legt zwei auf...richtig, dann drei...richtig, dann zehn. Ich sage "10", sie sagt "Nein, alle Finger!".
Nach dem Frühstück konnte es dann richtig los gehen. Diesmal hatte ich fast ;-)) alles richtig geplant. Ich hatte aus den letzten Jahren, an denen Plätzchen-Back-Tage mit Stress und Tränen geendet hatten, gelernt:
- Romy und ich sind ausgeschlafen und voller Tatendrang
- die Zutaten sind alle da, Papa hat noch schnell Marmelade vom Bäcker mit gebracht
- die Arbeitsfläche wird frei geräumt
- die Plätzchenrezepte sind parat
- ich berechne die Rezepte so, daß ich maximal 250g Mehl pro Teig verarbeite. Sonst werden es jeweils wesentlich mehr als 4 Bleche und das dauert
- der Teig mit Ruhezeit im Kühlschrank wird zuerst gemacht
- der Teig wurde erst von der Küchenmaschine, dann von uns beiden geknetet
- zum Ausrollen legen wir den Teig zwischen Frischhalte-Folie
- Romy bekommt ich eigenes kleines Stück Teig, das sie ausrollen, ausstechen und auch essen darf
- ich meckere nicht, wenn sie etwas "falsch" macht, ich weiß ja, daß sie das erst lernt...ich bin ja ausgeschlafen und gut gelaunt ;-)
ein Blech kommt in den Ofen, das folgende wird sofort vorbereitet und gefüllt
die Plätzchen werden bei maximal 150° gebacken
ich gucke einmal nach 5 Minuten, dann wieder nach 2 und dann immer öfter
nach der ersten Runde Plätzchenbacken werden sie immer schneller fertig, also entweder die Temperatur verringern oder öfter gucken
nur maximal 3 Sorten backen, ergibt sich, weil Eiweiß übrig bleibt (Nußmakronen zum Beispiel)
Teig für Makronen fülle ich in einen Gefrierbeutes, schneide mir eine Spitze ab und spritze direkt auf Backpapier, da muß ich keine Oblaten festhalten
Einträge für Verbesserungen (weniger Zucker, Reihenfolge der Plätzchentypen) für nächstes Jahr mache ich sofort nach dem Backen
Trotzdem ist mir wieder mal ein Blech verbrannt...das letzte war es ;-))
Romy und ich stehen Samstags immer viel früher auf als Romy's Papa. Wenn er gegen halb acht wach ist, fährt er für uns zum Bäcker.
Diesen Samstag habe ich einen taktischen Fehler gemacht. Ich habe neben dem Vorbereiten des Frühstückstisches gleich angefangen alles Zutaten zum Backen heraus zu stellen und den ersten Teig vor zu bereiten.
Die Küche sah insgesamt nicht gerade aufgeräumt aus, der Boden fleckig, schmutziges Geschirr in der Spüle. Ich räume doch die Küche nicht vorher auf, um sie nacher mit dem Backen schmutzig zu machen.
Au weia. Als er zurückkam gab es erstmal Schelte. Wie sieht es denn hier aus. Der Gesamteindruck war vielleicht wirklich etwas zu chaotisch. Aber verfiel sofort in Hecktik. Aufräumen, Umschichten des Geschirrs in der Spülmaschine...und schimpfen.
Ich kenne meinen Schatz ja. Schimpfen, danach ist es wieder vergessen. Aber ich war sauer. Ich wurde lauter, er wurde lauter. Und das vor dem Frühstück. Danach war alles wieder gut, Kussie geben und dann wollten wir essen.
Aber Romy, tja, die lief jetzt durch den Rest des Hauses. Sie müßte jetzt aufräumen, umräumen. "Hier schaut's aber aus, was habt Ihr nur gemacht". Mit jedem Satz erkannten wir uns beide und konnten darüber lächeln. Und unsere Schnecke strahlte und war beschäftigt.
Eltern bekommen meiner Meinung nach das Kind genau so, wie es zu Ihnen passt. Na ja, Ausnahmen gibt es natürlich immer. Romy habe ich so bekommen, wie sie zu mir passt.
Als sie noch ein Baby war konnte ich es kaum erwarten, bis sie wach war. Kein Wunder, ich habe ja sehr schnell wieder das Arbeiten angefangen. Und gerade Samstags und Sonntags habe ich mich gefreut, wenn sie mir morgens um halb sechs die Ärmchen entgegen gestreckt hat.
Und da ich sonst unter der Woche schon um 4:15 Uhr aufstehen muß, war das schon wie ausschlafen.
Jetzt wäre es schon hin und wieder so, daß ich gerne mal liegen bleiben möchte. Aber Pustekuchen. Wir haben feste Traditionen. Mann möge es mir nachsehen, als sie älter als zwei Jahre war haben wir Sonntag morgens mit Genuß erst Kinderstunde geguckt und dann gespielt.
Jetzt lese ich meistens, während sie "Check ein Check ein" in der ARD guckt.
Und dann kommt wieder "Mama, spielen". Ich weiß, ich bin fürchterlich. Aber meinetwegen könnte sie dann gerne weiter fernsehen.
Spielen kostet mich fast schon Überwindung. Ich habe mal gehört: Wenn man als Kind bei den Brettspielen oft verloren hat, dann mag man sie als Erwachsener auch nicht.
Und ich habe wohl ständig verloren gegen meine zwei Freunde, die beide ein Jahr älter waren.
Also muß Sonntags, wenn er gegen 9 Uhr ausgeschlafen hat, der Papa ran. Der spielt nämlich meist sehr gerne mit seiner "Schnecki".
Lukas ist Romy's Freund. Man könnte meinen, ihr zukünftiger Ehemann. Ist klasse den beiden zu zusehen. Er hilft ihr mal immer wieder, wie ein Gentleman. Obwohl er eigentlich ein wilder Rabauke ist.
Aber wenn er ruft "Schnecki, komm doch ..." könnte ich mich wegwerfen. Unsere Romy hat viele Kostenamen, aber Schnecki ist doch der am häufigsten benutzte.
Oder kleiner Schatz, weil ja Papa der große Schatz ist. Vor fast fünf Jahren ist mir damals nach ihrer Geburt einiges eingefallen, der Verwandschaft natürlich auch: Schnucki, Vögelchen oder auch Haifisch, weil sie so nach der Brust schnappte.
Und Schnecki ist so schön wandelbar: von Liebschneck bis Blödschneck ist da alles drin ;-))
Wie schön eine große Familie sein kann sehe ich immer wieder bei meinen Freunden Claudi und Achim. Beide haben aus der ersten Ehe jeweils ein Kind von über 18 Jahren und zusammen noch 4 Kinder, die jetzt alle zwischen 11 Monaten und 7 Jahren sind, alle im Abstand von zwei Jahren.
Als ich Freitag Nachmittag angerufen habe, war schon Romy's Freund Lukas mit Mutter Simone da.
Meine Freundin Claudi meinte nur "Kommt doch auch". Lukas und Romy und Claudi's Paul und Lea sind zwischen 4 und 6 Jahren und alle recht wild. Und alle in einem Kindergarten.
Dazu kommt noch, daß Claudi's Katze Tieger 4 Katzenbabys hat, ca. 5 Wochen alt.
Also ist da garantiert jede Menge Leben in der Bude. Und das macht mir Spaß. Mit 4 kleineren Kindern hat man ja auch nur eine Chance: kühlen Kopf bewahren. Und die Famielie strahlt insgesamt eine ruhige und gelassene Atmosphäre aus. Familiär eben.
Es ist wieder passiert, Bärli ist weg. Romy's Bärli, der Bärli, ihr absolut liebster Weggefährte. Ausgerechnet bei Oma und Opa. Wir waren nachmittags dort. Romy ist mit ihrem Papa hinter das Haus gegangen, weil auf dem Nebengrundstück Schafe sind.
Als sie wieder auf dem Grundstück sind, haben sie Bärli noch. Romy hat ihn noch, aber danach verliert sich jede Spur. Man könnte meinen, er ist nicht im Haus angekommen. Wir haben es auch erst zwei Stunden später gemerkt, als wir heimfahren wollten.
Ich wollte nicht weg, weil die Chance, etwas zu finden, immer schlechter wird, jemehr Zeit vergeht. Ich wollte so lange bleiben, bis wir ihn wieder haben. Wir mußten so fahren.
Opa hat noch nachts alles im Haus umgedreht, Tante Christel und er haben alles im und um das Haus umgedreht. Nichts.
Ich habe ihn die letzen 4 Jahre wohl mindestens 400 Stunden gesucht. Er ist immer wieder aufgetaucht, hoffentlich auch jetzt wieder. Bärli
war schon mal 14 Tage im Kindergarten unerkannt verreist. Nach zwei Wochen saß er ganz unschuldig oben auf einem Berg Spielzeug. Ich hatte Steckbriefe mit Bild an die schwarzen Bretter gemacht, das hatte wohl geholfen
war schon mal einen Nachmittag bei Woolworth zwischen den Kinderklamotten auf dem Boden
lag schon einige Stunden auf Menorca in einem Regal im Supermarkt, mit einem Schnuller als Gesellschaft
war schon eine Woche bei uns im Haus versteckt. Er lag unter meinem Bett, obwohl ich da auch ganz sicher nachgesehen hatte
habe ich schon 400 mal stundenlang bei uns im Haus gesucht, da war er immer mal nur ne Stunde weg
habe ich schon zig mal irgendwo abgeholt, wo wir ihn vergessen hatten
hätte eigentlich immer behandelt werden müssen wie meine zweites "Kind", ich hätte immer Anwesenheitskontrolle machen müssen
Nun ist er ausgerechnet auf bekannten Gebiet verschwunden und nach vielen Stunden des Suchens ist er nicht aufgetaucht. Die Frage ist: wenn er wieder auftauchen würde, würde ich ihn nicht gleich am liebsten in eine Erinnerungskiste sperren, nie wieder Suchen?
Nicht nur Romy vermißt ihn, ich ebenso.
Bitte Bärli, tauch wieder auf...
Bärli vor 5 Jahren:
Man möchte es nicht glauben, aber dies ist tatsächlich schon unser 3 Laternenumzug im Kindergarten.
Romy ist um 15:30 Uhr im Kiga verschwunden, hier wurde für die Kinder ein Kasperle-Theater organisiert, danach gab es Waffeln.
Erst ab 17:30 Uhr sollten dann die Eltern im Hof ankommen, mit den Laternen. Die Kinder singen uns dann nach Gruppen ihre Lieder vor und dann marschieren alle den Berg hoch auf unseren Festplatz. Die Feuerwehr, die uns zur Freude der Kinder mit Blaulicht begleitet, hat oben schon ein Feuer angezündet, Tische mit heißen Würstchen und heißen Getränken sind vorbereitet. Eltern, die sich hier für eine Dienststunde verpflichtet haben, schenken aus.
will heissen: wenn ich ruhig und gelassen bin, ist es Romy meistens auch.
Ganz deutlich merke ich das beim Abholen. Wenn ich Romy vom Kindergarten abholen möchte, wenn ich hungrig bin, Streß mit Kollegen hatte, müde bin, gibt es fast zu 100% Zoff.
Das ist so, als wenn sie es richen würde und dann voll darauf einsteigt:
- Nein, sie will noch nicht mit
- Nein, sie will nicht in ihren Autositz
- Nein, sie möchte nicht angeschnallt werden
- Nein, sie will jetzt nicht einkaufen
- Nein, sie möchte nicht aussteigen
- Nein, sie möchte nicht das Essen, was ich gekocht habe
- Nein, sie möchte sich nicht ausruhen
- Nein, mit diesen Kindern will ich heute nicht spielen
Und an anderen Tagen klappt es hervorragend:
- wenn ich gesättigt an den Kindergarten komme
- wenn ich mir ausreichend Zeit eingeplant habe
- wenn ich entspannt bin (soweit man nach 6 Stunden arbeit davon reden kann, und 2 mal 45 Minuten Autobahn, nicht vergessen, ich verlasse jeden Morgen um 5 Uhr das Haus)
- wenn ich nicht schon sauer auf jemand anderes bin
- wenn ich für den Nachmittag eine Idee habe, wie ich mein Kind beschäftige
Es passiert nicht oft, aber seit ein paar Wochen immer öfter. Romy schlüpft in meine Rolle und "schmeißt" den Haushalt.
Sie räumt auf. "Warum liegt das denn schon wieder hier, warum seid Ihr nicht ordentlicher! Papa, Du hast die Fernbedienung auf der Couch liegen lassen, und was macht der Teller hier? Hmpf, immer muß ich aufräumen".
Sie macht das dann auch ganz toll und räumt alles auf den richtigen Platz. Gestern hat sie auch die Küche gekehrt, es waren viele Krümel am Boden. Sie hat gefragt "Können wir jetzt endlich ne neue Wohnung kaufen, eine saubere?".
Romy ist der Ansicht, daß eine Bitte immer erfüllt werden muß, wenn sie sie nur entsprechend höflich vorbringt. Hmpf ;-)
Da komme ich schwer ins Grübeln. Habe ich bisher immer (oder zumindest zuviele) ihrer Bitten erfüllt?
Meist sind es ja auch erfüllbare Bitten, wie
- Spiel doch bitte mit mir
- Bitte geh mit mir schwimmen
- Kann ich bitte noch fernsehen
Aber natürlich gibt es auch die andere Sorte "Bitten"
- Kauf mir das bitte, sofort
- Geh jetzt sofort mit mir ...
Da hilf nur eins: konsequent Nein sagen. Das ist wie mit dem Griff in die Steckdose oder das Anschnallen im Auto. Es kostet halt Kraft. Wenn mir vorher jemand erzählt hätte, daß hauptsächlich das Erziehen, also ständige Wiederholen von Sachen, die man selbst in der Kindheit gehört hat, so anstrengend ist, ich hätte es nicht geglaubt.
Zur Zeit wird bei uns nachts um die Wette gehustet. Eigentlich waren wir, Romy und ich, mit unserer ersten Herbsterkältung durch.
Dann fing Papa an, die reinsten Hustenkrämpfe.
Am besten hilft bei uns dann Teebaumöl
- Handtuch zum Teil naß machen (ich nehme ein Duchschhandtuch, mache das im mittleren Teil naß, so daß oben und unten ein Streifen trocken bleibt)
- dann hänge ich das Handtuch bei uns im Schlafzimmer über eine geeignete Stelle, die trockenen Stellen helfen, daß kein Wasser auf den Boden tropft
- einige Teile Teebaumöl auf den naßen Teil tropfen, je nach dem, ob das Öl von z.B. Aldi ist (viele Tropfen) oder aus der Apotheke (wenige Tropfen, da sehr hochwertig und konzentriert)
Der Hustenreiz wird gelindert bzw. die Hustenanfälle hören auf, bitte nicht bei Baby's und Kleinkindern nutzen (ätherische Öle)
Mitte Oktober sollte man sich schon mal Gedanken machen, was man für den Laternenzug vom Kindergarten alles braucht. Nichts ist schlimmer, als wenn der Tag da ist, und es fehlt was
- Laternenstäbe werden ab Oktober in fast allen Supermärkten angeboten, in verschiedensten Formen. Bitte darauf achten, daß er leicht genug ist, um auf der ganzen Strecke vom Kind getragen werden zu können. Für Mädchen gibt es zum Beispiel Stäbe mit blinkenden Herzen dran
- Batterien passend zum Laternenstab gleich mit einkaufen
- Falls der Stab noch vom Vorjahr vorhanden ist, möglichst schon einige Tage vorher heraussuchen und startklar machen, Batterien checken
- Falls im Kindergarten ein Abend angeboten wird, an dem Eltern Laternen basteln, den Termin dick in den Terminkalender eintragen. Meistens heist das, daß die Kinder der Gruppe selbst keine mehr basteln
- In die Liste der "Helfer"-Eltern eintragen, z.B. eine Schicht beim Getränkeverkauf übernehmen
- Evtl. besonderes Bastelpapier besorgen. Es gibt für Laternen ganz tolle Vorlagen und ausgefallenes, durchsichtiges Papier
- Erkundigen, welche Laternenumzüge in der Umgebung besonders schön und besuchenswert sind
- Termin für den Umzug auch dem Papa mitteilen, daß er rechtzeitig planen kann. Natürlich auch Oma und Opa, Tanten und Onkel benachrichtigen
- Batterien für Fotoapparat und Filmkamera klar machen
- Wechselkleidung für die Kinder mitnehmen (dieses Jahr waren die dicken Winterklamotten zu dick, meine Tochter war dankbar, nur im Fleece-Puli herumtoben zu können
- Eine durchsichtige Plastiktüte für die Laterne als Schutz gegen Regen mitnehmen
- Evtl. ein Auto am entsprechenden Ende des Laternenumzugsparken
Nach dem wir gestern vor zwei geschlossenen Hallenbädern standen war es heute so weit: wir sind im Wasser.
Da ich noch nie in diesem Hallenbad war wußte ich nicht, daß hier die geringste Wassertiefe 1,10 Meter ist. Und wir haben weder Schwimmflügel noch Brett noch Nudel dabei. Romy stört das nicht, sie will trotzdem ins Wasser. Und schwimmt.
Ich stehe im Wasser und sie schwimmt bis zu 5 Meter auf mich zu. Und jetzt weiß ich sicher, daß sie keinen Boden unter den Füßen hat, sie ist ja erst 1 Meter groß. Romy schwimmt ohne Boden unter den Füßen. Juhu ;-))))))
omy ist bei ihrer Freundin Julika zu Besuch. Bei Julika vor dem Haus sind zwei große Lehmhügel, die noch vom Bau des Hauses übrig sind.
Da es angenehm warm ist, und das ist in diesem August ja nicht zu oft, ziehen sich beide bis auf die Unterhose aus und "malen" sich mit dem Lehm an, von oben bis unten. Staubig, matschig, die beiden sehen toll aus.
Beide wollen am mir vorbei und über die Terassentür ins Haus. Ich sage nur "Zutritt verboten" und halte beide auf. Meine Tochter sieht mich an "Wieso zu dritt? Wir sind doch nur zu zweit!!!" ;-)
So oft habe ich schon die Ratschläge gehört, wie man sicher mit Kindern durch den Verkehr kommt. Und trotzdem habe ich ein fürchterliches Gegenbeispiel einer erfahrenen, schlauen Mutter mit erlebt:
Sie und ihre Tochter hatten in der Eisdiele ein Bällchen Eis geholt. Zum Mitnehmen. Durch den Ort führt eine stark befahrene Bundesstrasse. Also, die Fußgängerampel 100 Meter neben der Eisdiele hatte gerade rot für den Verkehr. Die Sicht auf der Seite der Eisdiele war allerdings stark eingeschränkt, da ein Bus direkt vor der Ampel hielt.
Und so wie man es nicht machen soll, direkt wie aus dem Lehrbuch hat die Mutter reagiert. Die Tochter nicht an der Hand, sondern das Eis und den Autoschlüssel.
Es war noch rot, sie hat ihre Tochter zu Überquerung aufgefordert. Diese ging nicht sofort, sie zögerte. Und dann, als es an der Ampel gelb wurde, gab sie plötzlich Gas, sprintete über die Strasse, wie vom Blitz getroffen. Die Mutter schrie nur "Stop, xy, stop". Das vierjährige Kind blieb nicht stehen. Es lief ohne zu gucken hinter dem Bus auf die nächste Fahrbahn..
Alles ist gut gegangen, aber nur, weil der Zufall half und 1000 Schutzengel. Auf der anderen Strassenseite ist
- kein Motorrad losgeprescht
- kein parkendes Auto hinter der Ampel weggefahren
- kein Fahrradfahrer bei rot schnell auf die Strasse gesprintet
Nicht nur diese Mutter, auch Romy und ich werden zukünftig nur noch über den Fußgängerübergang gehen!
Romy ist nach den Sommerferien im Kindergarten in die Gruppe der großen Kinder gekommen. Hier werden neue Anforderungen gestellt. Bis jetzt wurde jedem Kind, das für das Frühstück einen Löffel brauchte, der Löffel gebracht und in die Hand gedrückt. Jetzt heißt es selbst holen. Besteck selbst holen, Getränke selbst holen. Sie werden auch auf die Toilette nur in Notfällen begleitet. Ab jetzt heißt es groß sein, selbständig sein ;)
Romy packt begeistert ein: alle möglichen Alltagsgegenstände werden verpackt, in Zeitungspapier. Und dann bekomme ich sie geschenkt. Inzwischen packt sie ein wie ein Profi. Mit viel Tesa ... und Bonbons für mich oben auf.
Klar, es hat natürlich einen Grund, warum sie das angefangen hat: sie hätte am liebsten jeden Tag selbst Geschenke von mir ;-))

Romy hat jetzt jeden Tag brav ihre Tropfen genommen. Morgens und mittags mit Papi. Der hat Urlaub. Und beide haben mir erzählt, wie einfach das doch war. Aber abends, da will ich ihr die Tropfen geben. Und das Theater fängt wieder an.
Ich rede, Romy will nicht. Ich werde sauer. Papi kommt. "Bei mir nimmt sie die ganz einfach und freiwillig". Ich glaube es nicht. Sage "Macht es mir doch vor".
Und tatsächlich. Papi macht 10 Tropfen in den Mini-Becher, ich lenke ab. Sie denkt, es wären 4 Tropfen. Dann setzt Romy sich hin. Papi setzt ihr den Becher mit den Tropfen sanft an die Lippen, sie macht brav den Mund auf und trinkt. Ich staune. Beide strahlen.
Ich frage "Romy, warum machst Du bei mir so ein Theater und bei Papi nimmst Du sie so einfach ;-(". Sie sieht mich an "Du wolltest mich ja zwingen, bei Dir will ich nicht".
So einfach ist das.
Ein paar Tage später habe ich auch einen Termin. Ich nutze die Zeit, um der Ärztin zu erzählen, daß meine Tochter die Medizin verweigert. Ausser den untergeschummelten Tropfen und den schlafend verabreichten Nasentropfen hat sie nichts genommen.
Die Ärztin staunt und spricht nochmal ganz ernst mit Romy. Wie wichtig das doch wäre, und daß evtl. operiert werden muß, wenn sie sich weiter verweigert.
Romy ist einfach stumm, als die Ärztin ihr ein Versprechen abringen will. Sie verschreibt uns nochmal andere Tropfen.
Zuhause wieder Theater. Ich schummle die Tropfen in den Saft. Und erzähle ihr, daß der Saft "nur" nach Spülmittel riecht. Pustekuchen. Meine Tochter glaubt mir nicht. Also erzähle ich ihr von den Tropfen. Nein. Sie will nicht. Ich rede, bin ruhig...rede, werde lauter. Papi kommt dazu. Schon sind wir am lauter werden. "Das ist so wichtig, Du mußt das nehmen" schreit Papi, ich schreie auch. Romy auch. Dann ....
Ich bin sauer. Ich weiß doch, wie wichtig die Medizin für ihre Ohren sind. Ich drohe ihr "Ich zwinge Dich jetzt ...", nehme die Tropfen und lasse 4 Tropfen in den Mini-Meßbecher fallen. Wie ich meine Drohung umsetzen soll, weiß ich leider aber nicht. Aber...
Romy sieht die Tropfen. "Ist das so wenig, was ich nehmen soll?". Eigentlich sollten es ja 10 Tropfen sein, aber ich sage "Ja!". "Tja", sagt sie, "ich nehm die einfach so, und trinke Saft hinterher". Ich zögere, gebe sie ihr...und oh (kleines) Wunder: sie trinkt sie tatsächlich.
Der Jubel ist groß, wir tanzen um den Tisch. Romy ist stolz und ich bin glücklich.
Romy und ich haben Opa im Krankenhaus besucht. Sie bekommt von ihm Geld für Eis. Während ich ihr im Krankenhaus-Shop ein Eis kaufe, teile ich ihr so nebenbei mit, daß wir jetzt zum Ohrenarzt gehen, der im gleichen Gebäude-Komplex ist.
Romy hat keine Angst vor Ärzten, sie dürfen nur nichts an ihr machen. Die HNO-Ärzten ist sehr nett und erklärt Romy, was sie alles untersucht. Sie fragt "Tut das weh?". Als die Ärztin das verneint, darf sie alles mit ihr machen. Klein Problem, die Untersuchung ist ja auch nicht schmerzhaft.
Romy hat seit längerem immer wieder Ohrenschmerzen. Nach dem Freibad-Besuch, bei Erkältungen, manchmal auch so.
Die Ärztin erklärt, daß Romy auf dem rechten Ohr einen Hörverlust von 30 bis 40% hat, der Gang vom Rachenraum zum Ohr ist verschleimt. Klar, der Hausarzt hatte vor 14 Tagen auch eine Mittelohrentzündung bestätigt.
Der hatte auf meinen Hinweis, daß Romy keine Medizin nimmt, ihr Globoli verschrieben.
Diese Ärztin hat erst gefragt, ob wir nicht demnächst ans Meer fahren würden. Ich konnte bejahen, sie meinte, das wäre sehr gut. Wir würden uns danach nochmal sehen. Dann hat sie uns viele Sachen aufgeschrieben: Nasenballon, Hustensaft, Tropfen, Nasenspray (Salzwasser) und (vorbeugend für den Urlaub) Antibiotika.
Ich habe sie darauf hin gewiesen, daß meine Tochter keine Medizin nimmt, aber das hat sie wohl nicht geglaubt. Ich habe Romy in ihrem Beisein gebeten, zu versprechen, daß sie die Medizin auch nimmt. Die Ärztin hat es ihr auch noch mal erklärt, wie wichtig das für sie ist.
Ich also in die nächste Apotheke, alles gekauft, mit Romy heim gefahren. Ausgepackt. Die Medizin zur Einnahme vorbereitet. Tropfen und Hustensaft in etwas Orangensaft. Im Schnapsglas serviert, damit es auch nett aussieht. Ergebnis: "Die Medizin riecht so komisch, die nehm ich nicht. Punkt".
Wir haben gesprochen, ich habe gedroht, sie geweint, geschrien, getobt. Aber die Medizin hat sie nicht genommen. 1 Stunde habe ich es versucht. Erfolglos. Romy hat noch nie freiwillig Medizin genommen. Als zweijährige habe ich sie auch mal gezwungen. Festhalten, Mund auf, mit Spritze rein. Aber das hat auch nicht geholfen, sie hat es meist ausgespuckt. Toll bei Antibiotika.
Ich habe es auf gegeben. Ich komme mir beim "Zwingen" immer vor wie die schlechteste Mutter auf dieser Welt. Nein, mache ich nicht mehr.
Aber was tun?
Folgende Dinge klappen gerade mal so eben:
- wenn sie im ersten Tiefschlaf ist, kann ich Nasenspray in wenigstens ein Nasenloch sprühen
- oder Ohrentropfen
- und ich kann Tropfen einmalig im Saft verstecken, beim zweiten Mal riecht sie es
Und wenn sie wieder mal Antibiotika brauchen sollte: ich glaube, ich lasse das den Arzt machen.
Es ist Samstag morgen, ich komme in ihr Zimmer und will mit ihr kuscheln, sie lieb halten, "Guten Morgen" sagen.
Romy guckt mich an und meine "Mama, das ist ja lieb gemeint, aber ich zieh mich doch jetzt an"
Heute habe ich unser Elternbett neu bezogen. Romy nahm das zum Anlass, es um zu gestalten. Sie hat aus ihrem Bett ihren Nachttisch geholt, mit Vase. Dann ihr Kopfkissen, ihre Decke.
Das hat sie dann am Fußende links drapiert, mein Kissen und die Decke am rechten Fußende.
Und Papa's Kissen quer über die Kopfseite. Links das Kissen, und die Decke. So will sie ab jetzt schlafen.
Papa wird sich freuen, er hat jetzt doch immerhin noch eine Fläche von 1,40 m x 60 cm.
Mag ja egoistisch klingen, aber dadurch, daß ich vormittags durch die Arbeit von meiner Schnecke getrennt bin, habe ich sie nachts eigentlich immer bei mir haben wollen. Das heißt, daß sie bisher noch nicht mal bei Oma, Opa oder Tante übernachtet hatte.
Meine Freundin Claudi hat sie dann vor ein paar Tagen einfach mal gefragt: "Romy, willst Du mal bei uns schlafen?" Klar, wollte sie. Ist zur Zeit wohl im Kindergarten unter den Kids auch ganz großes Thema.
Und am letzen Donnerstag im Mai hat sie es dann durchgezogen. Ich habe sie gegen 18 Uhr bei Claudi abgegeben. Gefragt: "Bist Du sicher, ich hol Dich nicht mitten in der Nacht!" (Was ich natürlich doch machen würde). Kein Thema, sie will.
Am nächsten Morgen wurde ich dann von Claudi zum Frühstück eingeladen. Eine glückliche Romy begrüßt mich. Sie hat mit Lea und Paul gemeinsam die Nacht verbracht, in einem Bett. Und Max hat im Bett darüber geschlafen. Hat super geklappt.
Wer noch altmodisch mit normaler Sonnenschutz-Creme "arbeitet", die nicht sofortigen Schutz bietet, sollte dringend sich selbst und besonders Kinder vor dem Gang ins Freiband oder an den See eincremen. Wichtig ist, das das ca. 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbad passiert.
Wir sind Fans der Aldi-Produkte.
Auch wenn Tochter sich immer mal wieder über die "Glibbrigkeit" beschwert. Andere Produkte wirken bei uns teilweise nur mangelhaft.
Schön finde ich hier auch, daß ich gut sehen kann, welche Stellen bei meiner Tochter vergessen habe einzucremen.
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